Seelsorgeeinheit Argental

Seelsorgeeinheit Argental

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SE Argental

Vortrag zum Thema „Kirche – Religion – Glaube – Was soll´s ….?!

Am 09.11.2011 fand ein Vortrag zum Thema „Kirche – Religion – Glaube Was soll´s?! im Gemeindehaus in Neukirch statt. Referent war Dekan Reinhard Hangst. Viele Zuhörer waren der Einladung gefolgt.

„Die Kirche ist wie ein Brunnen im Dorf, an dem alle ihren Durst stillen“, dieses Bild von Papst Johannes XXIII ist zwar heute noch gültig. Doch längst nicht mehr alle Menschen stillen ihren Lebensdurst in der Kirche. Dies zeigt sich auch an der Mitgliederzahl der Katholiken. Waren es in 2004 noch 62.000 Katholiken im Dekanat, so sind es jetzt nur noch 58.000 Die Zahl der Kirchenaustritte spricht eine deutliche Sprache. 504 Gläubige im Dekanat haben nur in diesem Jahr ihren Austritt aus der Kirche erklärt. Und auch die Kirchenbesucherzahl mit aktuell ca. 13% der Katholiken spiegelt das sinkende Interesse wieder.

Wer stillt heute noch den Durst bei der Kirche? Welchen Durst stille ich? Hab ich noch Durst nach Glauben? Wird mein Durst in der Kirche gestillt? Wir sind in Deutschland heute vollständig an ein gesellschaftliches Versorgungsnetz angeschlossen.(Beruf, Infrastruktur, Informationen und auch Wasserversorgung), dennoch sind wir unzufrieden. Dekan Hangst zitierte dazu Worte von Tacitus (55-120 n. Chr.) über Rom. Diese Worte erschienen überraschend modern und spiegeln unsere Gesellschaft wieder

Und gerade in dieser Zeit sind „Zeugen gesucht“, die ihren Glauben durch Wort und Tat leben und auf drängende Fragen eine Antwort geben. Dieser Auftrag gilt nicht nur für die Priester sondern für jeden getauften und gefirmten Christen. „Wir sollen Menschen wie der Hl. Martin sein; überzeugt sein von Jesus und seiner Botschaft“ so Dekan Hangst. Dazu müssen wir uns „trauen“ unsere Lebensgewohnheiten ändern und  „Vertrauen“ auch in schwierigen Zeiten der Kirche die Treue zu halten. Wir sollen mit Gottvertrauen Glaubensgemeinschaft über alle Grenzen hinweg herstellen. Dekan Hangst erinnerte uns an die Bedeutung religiöser Rituale (z.B. Kreuzzeichen) und unserer Kultur.

Auf dem Weg zu einer missionarischen Kirche gilt es, Berufungen zu erkennen und den Glauben leben. Zwar wird künftig aufgrund des Mangels an Interesse und auch des Priestermangels nicht mehr an allen Kirchen immer die heilige Messe gefeiert werden können, dies erfüllt manche mit Wehmut, jedoch ist  die Kirche im Umbruch und wird zwar etwas verändert aber bestehen bleiben. So wollen wir uns als Pilger immer neu aufmachen. „Es geht um mehr“. Hierzu zitierte Dekan Hangst Worte aus dem Kolosserbrief. „Es geht um alles“, um unsere Lebensentscheidung für Jesus und aus dieser Freundschaft als Zeugen Jesu zu leben.

Zwar sei die Zukunft der Kirche ungewiss, sie werde einige ihrer Privilegien sicher verlieren. Aber mit Jesus an der Seite wird die Kirche auch in Zukunft weiter bestehen.

Text und Bilder: Roswitha Bentele

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