Seelsorgeeinheit Argental

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Weltkirchlicher Freiwilligendienst: Interview Angelika Schuster mit Karina Arnold

Die 20-jährige Karina Arnold aus Laimnau geht nach ihrem Abitur für ein Jahr nach Chachapoyas in Peru und absolviert dort einen Weltkirchlichen Freiwilligendienst der Diözese Rottenburg Stuttgart. Chachapoyas liegt im Norden Perus, direkt in den Anden. Hat 22.000 Einwohner und liegt auf 2.300 m Höhe.

Wie kam es zu Deiner Entscheidung?
Ich war in der 11. Klasse als ich nach einem Ministrantendienst mit Dekan Hangst ins Gespräch kam. Er fragte mich, was ich denn nach meinem Abitur machen möchte. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich schon, dass ich ins Ausland gehen möchte. Was ich genau tun wollte, war noch offen. Dekan Hangst erzählte mir von der Alianza-Partnerschaft der Kirchengemeinden Dunningen, Seedorf und Lackendorf mit Chachapoyas. Da wurde ich aufmerksam und erkundigte mich bei den Verantwortlichen nach Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes in Peru. Im vergangenen Jahr bewarb ich mich dann um einen Platz. Sehr schnell erhielt ich die Zusage und das Ziel meines Dienstes stand fest. Seit letztem Jahr werde ich in Seminaren auf meinen Auslandsdienst vorbereitet.

Warum gerade der Wunsch, sich sozial zu engagieren im Ausland?
Mein Wunsch war es, ein Entwicklungs- oder Schwellenland außerhalb Europas zu entdecken. Durch meine jahrelange Sternsinger-Aktivität bin ich immer wieder auf die unterschiedlichen Lebenssituationen anderer Menschen aufmerksam geworden, was mich sehr berührt hat. In Peru leben viele Menschen in Armut und sind auf die Hilfe und Unterstützung anderer angewiesen sind, deshalb entschied ich mich für einen sozialen Dienst in einem Entwicklungsland. Dazu kommt, dass ich dort meine Spanisch Kenntnisse vertiefen kann.

Was wird Deine Aufgabe in Chachapoyas sein?
In Chachapoyas werde ich in einem Internat arbeiten, das von der Alianza gebaut und unterstützt wird. In diesem Internat leben 30 Jugendliche aus ärmlichen Verhältnissen, denen es aufgrund der partnerschaftlichen Unterstützung ermöglicht wird, ein Studium zu absolvieren. Ich bin auch Kontaktperson zwischen Deutschland und dem Internat. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Mithilfe in der Kinderspeisung. Täglich kommen rund 120 Kinder und erhalten dort von Montag bis Freitag ein warmes Essen.
Ein ungewöhnlicher Weg im Vergleich zu Gleichaltrigen – was sagen Deine Freunde dazu?
Alle freuen sich für mich, finden es zwar schade, dass ich ein Jahr lang weg bin. Beeindruckend finden es aber die meisten. Dass ich mich entschieden habe, für ein Jahr meinen Lebensstandard zu reduzieren, macht manche nachdenklich.

Wie wird der Freiwilligendienst finanziert?
Der Freiwilligendienst wird staatlich gefördert. Damit werden aber die Kosten nicht komplett abgedeckt. Und somit ist meine Aufgabe, einen Solidaritätskreis aufzubauen, der zur Unterstützung sowohl finanziell als auch ideell dient. Zudem soll der Solidaritätskreis eine Brücke bilden zwischen den Menschen im Gastland und meiner Heimat sowie Kultur- und Informationsaustausch ermöglichen.

Was erwartest Du selber von diesem Jahr?
Ich hoffe, dass es ein gutes Jahr wird. Ich möchte eine andere Kultur und andere Denk- und Lebensweisen kennen lernen und viele Erfahrungen sammeln. Dass ich nicht die Welt verändern kann, ist mir klar. Das Gefühl, etwas bewirkt zu haben und einen kleinen Teil zu einem besseren Leben für die Menschen in Chachapoyas beigetragen zu haben, würde ich schon gerne mit nach Hause nehmen.

Wann geht’s los?
Am 6. August fliege ich. Doch davor findet am Sonntag, 15. Juli 2012 um 10 Uhr ein Gottesdienst in der Pfarrkirche Laimnau statt, den eine Musikgruppe aus Dunningen mitgestaltet. Anschließend wird Kuchen verkauft. Mit dem Erlös unterstützt die Kirchengemeinde mein Vorhaben.
Karina Arnold möchte per Rundbrief informieren über Ihren Dienst in Peru. Wer die Rundbriefe erhalten möchte, kann sich melden unter: KarinaArnold@web.de

 

Spendenkonto der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Laimnau für die Unterstützung des Freiwilligendienstes von Karina Arnold
Katholische Kirchenpflege Laimnau, BLZ 65191500, Konto-Nr. 65335023, Volksbank Tettnang, Verwendungszweck: Weltkirchlicher Freiwilligendienst

[Text: Angelika Schuster]

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