Seelsorgeeinheit Argental

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SE Argental

Glaubenswochenende mit Pater Jörg Müller vom 08.03.- 10.03.2013

Text: Roswitha Bentele    Bilder: Roswitha Bentele und Silvia Hirscher

Im Rahmen des Glaubensjahres hat das Pastoralteam zu einem Glaubens-  wochenende mit Pater  Jörg Müller aus Freising eingeladen. Viele Menschen aus der Seelsorgeeinheit sind der Einladung des Pastoralteams gefolgt.

Das Glaubenswochenende begann am Freitag  mit einer Eucharistiefeier in Laimnau. In seiner Predigt sprach Pater Jörg Müller zum Thema „Glaubenskrise oder Vertrauenskrise“. Der Referent deutete das Wort Glaube mit dem Begriff „Lieb haben“ Der Glaube ist die Liebe. Wir müssen unseren Mitmenschen vermitteln, dass Gott kein strafender sondern ein liebender Gott ist. Dies können wir unseren Mit-menschen durch unser Verhalten ihnen gegenüber erfahrbar machen. Christen unterscheiden sich von Nichtchristen dadurch, dass wir über andere positiv reden, möglichst rasch verzeihen und Barmherzigkeit von Gesetzlichkeit leben. Heute seien Menschen zutiefst religiös, aber nicht immer kirchlich. Die Menschen verstehen oft nicht mehr die Sprache der Kirche. Sie möchten sich in ihr  wiederfinden. Außerdem müsse Altes überdacht werden. Pater Müller ist zuversichtlich, dass diese Krise überwunden wird. Es ist eher eine europäische Krise. Die Weltkirche ist im Aufwind. In Europa komme wieder die Zeit, in der die Kirchen wieder benötigt werden. Vieles wird aber in einer neuen Form kommen, so Pater Müller. Nach dem Gottesdienst waren alle ins Gemeindehaus eingeladen. Viele Themen, die den Gläubigen auf dem Herzen liegen wie z.B. Beichte, Wiederverheiratete Geschiedene, Papsttum und Glaubens-wissen wurden angesprochen.

Am Samstag waren die Gläubigen zu einem Vortrag zum Thema „Heilung durch Versöhnung eingeladen. Wer verletzt ist von anderen der fügt anderen Verletzungen zu, so Pater Müller.  Er riet uns Verletzungen von Mitmenschen mit offenen Fragen zu beantworten: wie z. B. Du hast mir wehgetan! Wer hat dich gekränkt? Dadurch entschuldigt sich der andere eher. Diese Verletzungen sollen nicht persönlich genommen werden, sondern aus der Sicht, dass der andere mein Gebet brauche. Die Dinge mit Humor nehmen und nicht nach Paragraphen handeln. Gott stellt nur eine Bedingung an den Menschen: Die Reue. Wir müssen einander vergeben, das ist manchmal schwer. Pater Müller legte den Zuhörern ans Herz Konflikte zu klären, sonst rumort es und es gibt unnötige hausgemachte Kränkungen. Dabei sollen wir eine christliche Streitkultur pflegen. Auch Rache bringe uns nicht weiter. „Segne diejenigen, die dich verfluchen, das ist die beste Therapie alles andere bringt Kränkung. Die Gerechtigkeit komme erst nach dem Tod. Müller riet uns im Vortrag, dass wir immer versöhnt vor Gott treten sollen. Auch sei es wichtig immer versöhnt mit den Mitmenschen zu sein. Schuld und Sünde gehen ins Grab hinein und niemand komme davon los, so der Referent. In der anschließenden Bußfeier durfte sich jeder von den anwesenden Priestern segnen lassen und bekam die Verzeihung seiner Sünden zugesprochen. Zu dieser Segnung brachte jeder seinen Schuld-schein mit. Diese Schuldscheine wurden anschließend verbrannt.

Das Glaubenswochenende fand seinen Abschluss am Sonntag mit der Hl. Messe in Neukirch. Im Rahmen seiner Predigt sprach Pater Jörg Müller zum Thema „Gotteserfahrungen im Alltag. Als Evangelium haben wir das Gleichnis vom Verlorenen Sohn gehört. In Bezug auf das Evangelium sagte Pater Müller, dass der verlorene Sohn Gott erfahren habe. Pater Müller berichtete auf humorvolle Art von seinen Erfahrungen mit Gott im Alltag:  Gott könne man in vielem erfahren, man müsse aber sensibler werden. Gott erhört nicht jedes Gebet und habe ihm manches zugemutet um ihn konfliktfähiger zu machen. Gott habe Humor und nur die versöhnten Menschen seien die besseren Erzieher. Pater Müller gab uns auch noch einige Anregungen mit auf den Weg wie wir wird Gott erfahren können: z. B. durch Stille, Bibel lesen, feinfühlig im Alltag sein, einüben des Lobpreises und Gott für andere Menschen erfahrbar machen (wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn).

Dekan Hangst dankte am Ende des Gottesdienstes dem Gast aus Freising, dass er uns seine Glaubensfreude mitgeteilt und uns neu für den Glauben angesteckt hat.

 

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