Seelsorgeeinheit Argental

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SE Argental

Frauenwallfahrt nach Klosterlechfeld und Kaufbeuren am 21.09. und 24.09.2013 – „Was er euch sagt, das tut“ (Joh 2,5)

Text: Roswitha Bentele              Bilder:  Klara Braig und Roswitha Bentele

Gruppenbild vom 21.09.2013

Gruppenbild vom 24.09.2013

Am Samstag und Dienstag morgens bei Tagesanbruch machten sich ca. 100 Frauen auf den Weg nach Klosterlechfeld. Petrus hat uns für diese Tage ein sonniges Wetter beschert. Wir waren eingeladen als Weggemeinschaft an diesem Tag unseren Glauben zu vertiefen. Zu Beginn erteilte uns Diakon Bernhard den Reisesegen. Unterwegs erschloss uns Diakon Bernhard den Sinn des Jahrs des Glaubens Die Kirche stehe vor großen Herausforderungen, auch im Argental. Menschen wenden sich von ihr ab und haben trotzdem Sehnsucht nach Spiritualität. Christen seien sprachlos geworden, wenn es um den Glauben geht – das eigene Leben mit dem Glauben zu verbinden, so Diakon Bernhard. Wallfahrten seien ein Zeichen dafür, dass unser Leben ein Weg ist mit bestimmten Stationen, die nach Deutungen fragen und Entscheidungen einfordern, führte Diakon Bernhard weiter aus. Dies hat uns Maria in vielen Situationen vorgelebt. So auch als „der Engel des Herrn ihr die Botschaft brachte“. Wir durften Rosenkranzgesätze wie sie in den Klöstern gebetet werden, betrachten. Unterwegs konnten wir ein gutes Frühstück genießen, welches Frau Nerz wieder in bewährter Weise für uns vorbereitet hatte. Herzlichen Dank dafür. Diakon Bernhard stimmte uns auch auf den Wallfahrtort ein. Die Wallfahrt geht auf eine Stiftung der Regina von Imhof zurück Sie soll sich auf der Rückreise von Augsburg zu ihrem Schloss in Untermeitingen im dichten Nebel des Lechfelds verirrt haben. In ihrer Not gelobte sie den Bau einer Kapelle zu Ehren der Gottesmutter, wenn sie ein Licht sieht um wieder auf den richtigen Weg zu gelangen. Der Lech war damals noch nicht reguliert und somit durch zahlreiche Nebenarme und Sumpfgebiete schon für viele Menschen eine Todesfalle geworden. Der Grundstein zum Kirchlein „Unserer Lieben Frauen Hilf“ wurde am 7. April 1603 gelegt.

In Klosterlechfeld angekommen war unser erstes Ziel der Kalvarienberg. Dieser befindet sich gegen-über der Wallfahrtskirche „Maria Hilf auf dem Lechfeld“. Hier sind die 14 Stationen des Kreuzweges Jesu dargestellt. In der Mitte ist ein Rundbau. Ganz oben stehen drei Kreuze mit Jesus und den zwei Mitgekreuzigten. Im Inneren des Baus ist die Ölbergszene dargestellt. Unten ist das Grab Jesu. Der Kalvarienberg soll kein Kunstwerk sein, sondern als Glaubenszeugnis angeschaut werden. Diakon Bernhard bezeichnetes es als „Denk – mal“ das uns daran erinnert, dass zum Leben auch das Leiden gehört.

Im Wallfahrtsgottesdienst hörten wir im Evangelium von der Hochzeit zu Kana. Dabei standen die Worte Marias „Was er euch sagt das tut“ im Mittelpunkt. In seiner Predigt erklärte Diakon Bernhard die zwei Gnadenbilder. Im Hochaltar befindet sich eine Gnadengruppe: In der Mitte Jesus, links Maria und rechts der Erzengel Michael. Im Deckengemälde sind u. a. die drei Grundpfeiler des Glaubens: Glauben, Hoffnung und Liebe dargestellt. Diese sind treibende Kraft der Wallfahrt. Der Glaube ist ein Geschenk. Aber die Schule des Glaubens ist kein Spaziergang. Täglich müssen wir bereit sein, das „dein Wille gesehe“ einzulösen, mit Hilfe der Worte von Maria „Was er sagt, das tut“ führte Diakon Bernhard in seiner Ansprache aus.

Nach der Wallfahrtsmesse erhielten wir vom Kirchenführer viele interessante Informationen zur Wallfahrtskirche. Die Kirchenführung an der Stelle, an der damals der Grundstein für diese heutige Wallfahrtskirche gelegt wurde: Im heutigen Altarraum. Dort sangen wir noch ein Marienlied bevor wir uns vom Kirchenführer verabschiedeten und zum Mittagessen aufbrachen.

Dieses durften wir in der Gaststätte im Schloss Untermeitigen genießen. Dort hat die Stifterin der Wallfahrtskirche Regina von Imhof gelebt. Für die Dienstagsgruppe haben die Wirtsleute extra an ihren Ruhetag für uns gearbeitet. Herzlichen Dank dafür.

Nachdem wir uns bei einem guten Mittagessen gestärkt hatten, stand schon das nächste Ziel auf dem Programm: Kaufbeuren. In Kaufbeuren gibt es ein Kloster der Hl Creszentia. Hinter dem Kloster-gebäude befindet sich am Berghang ein wunderschön angelegter Klostergarten mit Elementen aus dem Sonnengesang des Hl. Franziskus. Viele Pilgerinnen ließen es sich nicht nehmen, auf den Berg zu steigen und sich im Garten zu verweilen. Auch für einen kurzen Stadtbummel oder für eine Pause in einem Café blieb genügend Zeit.

Nun hieß es wieder aufzubrechen Richtung Heimat. Beim Abendessen im Weinstadl Rimmele klang Wallfahrtstag aus.

An dieser Stelle gilt es nun Dank zu sagen: Für das Mitkommen, die Begegnung untereinander, die Feier der Eucharistie. Vorallem gilt der Dank Diakon Bernhard für die Vorbereitung und Durchführung dieses Tages, Pfarrer Caxilé und Pfarrer Hamaleser, die uns begleitet haben. Diakon Bernhard wünschte sich, dass wir von diesem Tag etwas von dem gehörten in den Alltag einbeziehen, an dem Platz an dem wir täglich werden nach dem Worten die Maria gesagt hat: „Was er euch sagt, das tut“.

 

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