Seelsorgeeinheit Argental

Seelsorgeeinheit Argental

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Goppertsweiler
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SE Argental

Begegnungstag der Kirchengemeinderäte am 11.04.2014

Text: Roswitha Bentele

 

Gruppenfoto23„Alles im Leben ist Begegnung“. Unter diesem Motto brachen das Pastoralteam und einige Kirchengemeinderäte aus den acht Kirchen-gemeinden zum Halbtagsausflug nach Wangen auf. Unser erstes Ziel war das Franziskaner-Kloster. Dort trafen wir uns zur Einstimmung. Da wir ja an einem Ort waren, an dem Franziskaner wirken, durften wir auch den Sonnengesang des Hl. Franziskus beten und betrachten. In seinem Impuls legte uns Dekan Hangst die drei „G – Gelassenheit, Gebet und Glaube“ ans Herz. Er bezog diese auf das Leben und Wirken des Franz von Assisi und von Papst Franziskus. Bei diesen drei „G“ sollen auch wir uns fragen: Wie sieht es da bei uns aus  mit unserer Gelassenheit bei den vielen Terminen, Besprechungen, Familie, Freizeit und Beruf? Was bedeutet uns das Gebet? Ist es für uns auch eine Kraftquelle? In einer Zeit, in der sich vieles verändert, in der viele Menschen der Kirche den Rücken kehren? Wie sieht es da mit unserem Glauben aus? Wir haben viele Zeichen wie Glaubensjahr, Glaubensweg.  Doch der eigentliche Glaube verdunstet. Dekan Hangst hat uns eingeladen in diesen Tagen die Liturgie der Karwoche bewußt mitzufeiern. Wir sollen lebendige Glaubenszeugen sein und diesen Glauben leben und weitergeben.

Die anschließende Kaffeepause genossen wir bei herrlichem Sonnenschein im Klostergarten. Pater Thomas erzählte uns einiges zum Kloster. Ursprünglich war das Kloster eine Ziegelei. Diese wurde von drei Geschwistern vererbt und zu einem Kloster umgebaut. Heute kommen Menschen um eine Woche mit den Franziskanern zu leben. Hier ist auch ein Beichtzentrum. Die Patres sind im priesterlichen Dienst in der Seelsorgeeinheit Wangen eingesetzt. Bevor wir zur Stadtführung aufbrachen, schauten wir noch den liebevoll angelegten Klostergarten an. Dieser ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Viele Menschen kommen in diese „Oase der Stille“.

Unser Stadtführer Herr Wetzel brachte uns in die Innenstadt. Die Stadt ist reich an Türmen, Toren, historischen Gebäude und verwinkelte Gassen. Auf humorvolle Art erzählte uns manches über die Stadt und die Menschen u. a. zum Schweinemarkt,  Kornhaus, Spitalskirche, Eselberg, Schmiedstraße, Herrenstraße, Marienbrunnen, Linde zu Ehren von Bischof Sproll und zur Martinskirche . Liebevollgeschmückte Brunnen deuten schon auf das bevorstehende Osterfest. Dieses Mal konnten wir die Stadt von einer anderen Seite betrachten. Die meisten kennen die Stadt nur vom Einkaufen. Eine Besonderheit hat sich der Stadtführer bis zum Ende aufgehoben: Die Rochuskapelle. Von der St. Martins-Kirche führt der Weg über die Paradiesstraße durch das Martinstor in den „Alten Gottesacker“, welche heute eine Parkanlage ist.. Dort schufen sich Bürger- und Zunftmeister, Gerichts- und Ratsherren der Freien Reichsstadt persönliche Denkmäler. Auf diesem „Gottesacker“ befindet sich die Rochuskapelle. Außen wirkt sie eher schlicht. Doch ein wahrer Schatz fesselt den Betrachter sofort, wenn er über die Türschwelle tritt: Es ist die leicht gewölbte Holzdecke mit 66 bemalten Tafeln aus dem Jahr 1598. Ein unbekannter Künstler hat in Form einer Bilderbibel das Leben und Wirken Jesu und der Apostel dargestellt. Dazwischen sind die Wappen der damaligen Wangener Familien festgehalten. Besonders beachtenswert sind die aus dem Hochaltar der Martinskirche stammenden Rosenkranzmedaillons. Sie sind eine bedeutende Leistung der bekannten Bildhauerwerkstätte Zürn aus Waldsee (1622). Heute werden in dieser Kapelle Hochzeiten und Maiandachten gefeiert.

Als Herr Wetzel seine Ausführungen zur Kapelle beendet hatte, war es gerade 18 Uhr und es läuteten die Glocken. Herr Wetzel hat uns eingeladen das „Salve Regina“ zu singen. Die Stadtführung fand damit einen würdigen Abschluss. Bei der Verabschiedung hat uns Herr Wetzel noch verraten, dass er auch Diakon ist. Beim Abendessen im Gasthaus Lamm ließen wir diesen Tag ausklingen. So gingen wir gestärkt mit vielen Eindrücken nach Hause um im Alltag weiterhin durch unsere Arbeit treu zur Kirche zu stehen in einer Zeit in der sich vieles verändert.

Herzlichen Dank an das Pastoralteam für die Vorbereitung und Durchführung des Tages. Herzlichen Dank gilt auch den Franziskanern für ihre Gastfreundschaft sowie unserem Stadtführer.

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