Seelsorgeeinheit Argental

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SE Argental

Unterwegs auf den Spuren von Pfarrer Sebastian Kneipp – Frauenwallfahrt am 16.09. und 19.09.2017

Text: Roswitha Bentele

Gruppenbild Samstag:

 

 

 

 

Gruppenbild Dienstag:


 

 

 

Die 17. eintägige Frauenwallfahrt der Seelsorgeeinheit Argental führte am vergangenen Samstag und Dienstag 106 Frauen nach Bad Wörishofen. Diakon Bernhard, Dekan Reinhard Hangst und Pfarrer Sebastian Powath begleiteten die Wallfahrerinnen. Unterwegs gehörte neben dem Rosenkranzgebet auch das Gespräch untereinander und die Frühstückspause dazu. In Bad Wörishofen angekommen, war unsere erste Station das Dominikanerinnenkloster, wo auch die Wirkungsstätte von Pfarrer Kneipp war. Dort gab uns Diakon Bernhard eine Einführung über das Kloster und das Wirken von Pfarrer Kneipp in Bad Wörishofen.

 

 

 

 

Das Dominikanerinnenkloster geht zurück auf Christina von Fronhofen bei Ravensburg, der Witwe des Heinrich von Wellenburg westlich von Augsburg. Sie vermachte ihren Besitz in Wörishofen dem Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Augsburg mit der Auflage einer Klostergründung in Wörishofen. Die Grundsteinlegung für den Klosterbau erfolgte 1719. Pfarrer Kneipp entdeckte in seiner Schul- und Studentenzeit durch Zufall ein Büchlein über die Wirkung des kalten Wassers. Durch mehrmaliges Bad in der Donau wurde er von seiner Tuberkulose geheilt. Er entwickelte die fünf Säulen einer gesunden Lebensführung. Diese sind: Wasseranwendungen, regelmäßige Bewegung, die Heilkraft der Kräuter, ausgewogene Ernährung, Ordnung der Seele  – Harmonie mit Gott, den Mitmenschen und sich selbst. Er hat ab 1885 zuerst als Beichtvater der Dominikanerinnen und dann ab 1881 als Pfarrer vor Ort gewirkt.

 

 

 

 

In der Eucharistie durften wir Gott loben und preisen und unsere Gemeinschaft erleben. Thema war „Hauptsache gesund“. In der Lesung hörten wir von der Heilung des Syrers Naaman. Gesundheit, damit verbinden wir vollständig körperliches, geistiges, soziales Wohlergehen, mehr als nur körperliches Wohlergehen.“ so Diakon Bernhard in seiner Predigt. Dazu zitierte er Pfarrer Kneipp: „Erst als ich dran ging Ordnung in die Seelen meiner Patienten zu bringen, hatte ich Erfolg.“ Eine gute Psychohygiene und ein Glauben, der uns stärkt sind wichtig.“ ermutigt uns Diakon Bernhard. Er hat uns eingeladen: „Lebt euren Glauben regelmäßig durch Gottesdienst, Bibel lesen, Versöhnung, Glaubensgespräche.“ „Auch Jesus bietet uns Heilung an Leib und Seele an.“ so Diakon Bernhard und zitierte einen Satz aus dem Evangelium „Kommt her die ihr mühselig und beladen, um euch zu erquicken.“ Zu einem gesunden Leben gehört auch der Friede. So durften wir einander den Friedensgruß zusprechen. In der Klosterkirche gibt es auch eine Marienkapelle. In dieser wird die Einsiedlermadonna verehrt. Eine Besonderheit ist der Blumen- und Pflanzenhimmel, der ein Bezug zu den Heilkräutern von Pfarrer Kneipp aber auch ein Lobpreis an die Schöpfung darstellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Mittagspause durften die Innenstadt erkunden und in einer Gaststätte nach Wahl das Mittag-essen einnehmen. Dann trafen wir uns am Kurhaus. In der Nähe ist das Kurtheater und das Sebastianum. Letzteres ist eine Stiftung von Pfarrer Kneipp, heute als Hotel geführt. Durch die Stadt vorbei an vielen Geschäften, Gasthäusern hinaus aus der Innenstadt erreichen wir unser nächstes Ziel: der Kurpark. Dort gibt es neben dem 1,5km-langen Barfußweg, welcher um den Park führt, auch eine Gradieranlage. Dort fließt salzhaltiges Wasser über Reisigbündel aus Schlehdorn nach unten. Dabei wird die Luft mit Salztröpfchen und den ätherischen Ölen aus dem Schlehdornholz angereichert. Das Einatmen dieser salzhaltigen Luft ist wohltuend für die Atemwege. Bei der Kneippanlage waren wir trotz herbstlichen Temperaturen eingeladen die Schuhe auszuziehen und die Wirkung des „Wasser tretens“ zu erleben. Im angrenzenden Kräutergarten durften wir den Duft der vielen Kräuter geniessen.

 

 

 

 

 

 

 

Unser nächstes Ziel erreichten wir zu Fuß, da es sich ganz in der Nähe des Kurparks befindet; das Kneipp-Kurhaus St. Josef, welches von den Mallersdorfer Schwestern geführt wird. Nach einer Stärkung bei Kaffee und Kuchen wurden wir von der Geschäftsführerin Frau Pirone-Müller und Sr. Timothea begrüßt. Sr. Timothea erzählte uns von Pfarrer Kneipp und den 5 Säulen gesunden Lebens. Dabei gab sie uns auch Infos über die Wasseranwendungen und wie wir diese zu Hause auf einfache Weise im Alltag umsetzten können. „Jede Anwendung ist auch eine Zuwendung.“ so Sr. Timothea. Nach den Informationen wurden wir durch das Haus geführt und durften die Bäderabteilung besichtigen. Am Ende der Führung trafen wir uns in der Kapelle. „Wir sind eingeladen auf den Ruf Gottes zu hören und ihm zu folgen, dazu brauchen wir die Einkehr.“ so Diakon Bernhard. Dabei richteten wir auch einen Blick auf das Kreuz. Mit einem kurzen Spaziergang durch die Parkanlage und den Kräutergarten endete unsere Zeit in Bad Wörishofen. Im Gasthaus Kleber, wo für die Dienstagsgruppe trotz Ruhetag geöffnet wurde, fand der Tag seinen Abschluss. Herzlichen Dank an Diakon Bernhard für die organisatiorische und spirtuelle Vorbereitung des Wallfahrtstages, Dekan Hangst und Pfarrer Sebastian für die Begleitung der Wallfahrt und den Sekretärinnen in den Pfarrbüros. Ebenso herzlichen Dank gilt Frau Mühlebach und Frau Nerz für die Vorbereitung des Frühstücks und auch unserem Busfahrer, der uns auch dieses Jahr wieder in bewährter Weise sicher gefahren hat.

 

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