Goppertsweiler

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Goppertsweiler

Pfarreigeschichte

Geschichte des Pfarrdorfs Goppersweiler

Um 800 n. Chr. galt das Argengebiet noch als eine Wildnis von Wäldern, Sümpfen und Seen. Mehrere Landstriche gehörten dem Kloster Sankt Gallen. Nur in Langensee war ein einsames Landgut, das einem Langenargener Leutpriester gehörte. Am 1. Mai 885 tauschte der Leutpriester Cozbert dieses Landgut mit dem Einverständnis der Abtei gegen ein in der Nähe gelegenes, doppelt so großes, aber noch unbebautes Stück Rohland und pflanzte es an. Von dessen Pächter Cozbret bekam es den Namen, der später in „Goppertsweiler“ abgeschliffen wurde. Als dort immer mehr Bauernhöfe entstanden erhielt Goppertsweiler auch eine Kirche mit einem eigenen Pfarrer.

Der Pfarrer von Goppertsweiler wohnte in der Burg Pflegelberg. Ein Geistlicher names Mantzo von Pflegelberg, der zwischen 1313 und 1332 als Seelsorger der Pfarrgemeinde Goppertsweiler urkundlich bezeugt ist, hat vermutlich den ersten Hof in Matzenweiler gegründet.

Später kam die Pfarrkirche in das Patronat der Grafen von Montfort in Langenargen und Tettnang und gehörte zum Dekanat Lindau. Ano 1602, wo die Pfarrei vorübergehend vom benachbarten Tannau aus versehen wurde, erhielt Goppertsweiler ein neues, vielleicht erstes Pfarrhaus. 1634 verwüsteten die Schweden die ganze Gegend und brannten die meisten Höfe nieder. Die Einwohner, soweit nicht schon von der Pest hinweggerafft, flohen, sodass die Gegend fast ganz menschenleer war. Erst von 1664 an hatte Goppertsweiler wieder einen eigenen Pfarrer. Seitdem sind auch die Tauf-, Trauungs- und Sterberegister fast lückenlos erhalten (heute in Rottenburg). 1780 kam Goppertsweiler nach Österreich, 1806 an Bayern und 1810 zu Württemberg. Die Pfarrei, die vorher zum Dekanat Lindau gehört hatte, gelangte nun ans Dekanat Tettnang, unterstand 1949 – 1991 dem Dekanat Wangen im Allgäu und gehört seit 1. Sept. 1991 zum Dekanat Friedrichshafen.

Entnommen aus dem „Dorfchronik- und Heimatbuch Goppertsweiler“

Autor: Gebhard Beck

 

Seelsorger der Pfarrgemeinde Goppertsweiler:

Johann Heinrich Rathsam

885 oder 886 Gozbertus, Leutepriester
1275 N. N.
1313 – 1332 Mantzo oder Mangold
1353 N. N.
1417 Johannes Snider
1469 N. Melchior
1469 Jakob Ehinger
1469 Thomas Scherer
1518 Konrad Funck
1575 Johann Glatthar
1602 Jakob Pezlin
1606 – 1621 Matthäus Weber
1644 – 1674 Kaspar Berlinger
1674 – 1679 Thomas Bucher
1679 – 1687 Dominikus Hindenlang
1687 – 1704 Franz Helin
1705 – 1709 Johann Ebner
1709 – 1730 Sebastian Baumgartner
1730 – 1732 N. Rueß
1732 – 1761 Joseph Anto Idi
1761 – 1774 Franz Joseph Sallwirk
1774 – 1778 Georg Pantaleon Ganther
1778 – 1793 Anton Lußmann
1796 – 1806 Matthäus Schabe
1806 – 1826 Markus Benedikt Kempter
1826 – 1830 Kaspar Maximilian
1830 Johann Nepomuk Lindau
1830 – 1847 Johann Heinrich Rathsam
1847 N. Dreher
1847 – 1849 Basilius Kuhn
1849 – 1852 Eduard Hundt
1852 – 1857 Lorenz Meyer
1858 – 1859 Paul Fröhle
1859 – 1864 Franz Schneider
1864 – 1866 Martin Roth
1867 – 1881 Max Epple
1881 Anton Schelkle
1881 – 1882 Matthäus Kley
1882 – 1884 Franz Xaver Kuonz
1884 – 1886 Anton Schelkle
1886 -1887 Sebastian Morent
1887 Gebhard Lingg
1887 – 1888 Josef Heckler
1888 – 1889 Klemens Schwarzkopf
1889 – 1912 Anton Schelkle
1909 – 1910 Josef Schmid
1910 – 1912 Bernhard Schneck
1912 – 1916 Josef Häberle
1912 – 1913 Wilhelm Treiber
1913 – 1914 Karl Strigl
1916 – 1923 Hermann Hamma
1923 – 1925 Dr. phil. Franz Xaver Angstenberger
1928 – 1945 Eugen Drexler
1945 – 1948 Otto Blessing
1948 – 1949 Karl Zeller
1950 – 1963 Josef Walter
1959 – 1973 Karl Sailer
1964 – 1969 Josef Clemens Kaufmann
1970 – 1991 Odilo Schick
1991 – 1998 Pierluigi Bianchi
1999 Bernhard Wolber
24.09.2000 Andreas Macho

Entnommen aus dem „Dorfchronik- und Heimatbuch Goppertsweiler“

Autor: Gebhard Beck

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