Laimnau

Seelsorgeeinheit Argental

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Laimnau

Pfarreigeschichte

Im Jahre 769 wurde Laimnau erstmals urkundlich erwähnt, als der Großgrundbesitzer Skalkomannus seinen ganzen Besitz von Laimnau, Apflau, Gießen und Oberdorf dem Kloster St. Gallen in der Schweiz geschenkt hat und selber in das Kloster eintrat. Die Urkunde hat eine abenteuerliche Vergangenheit. Sie wurde nämlich im Dreißigjährigen Krieg von evangelischen Soldaten geraubt und nach Bremen gebracht. Erst nach dem 2. Weltkrieg kam sie wieder nach St. Gallen zurück. Die Bremer Stadtverwaltung schenkte sie dem Schweizer Staat für die großzügige Hilfe nach dem Krieg.

1269 taucht zum ersten Mal in den Analen die Laimnauer Kirche auf, als Fürst von Summerau seinen ganzen Besitz in Laimnau samt Kirchenpatronat und andere Rechte an das Domkapitel in Konstanz verkaufte. Im Jahre 1388 verkaufte das Domkapitel seinen Besitz von Laimnau mit Kirche und Kirchensatz, samt Leute und Gütern, mit Gericht, Zwingen und Bännen und allem Zubehör um 1550 Pfund Heller an das Heilig-Geist-Spital zu Lindau und war bis in die Napoleonische Zeit, Besitz des Spitals.

1466 wurde die Laimnauer Kirche umgebaut und zu Ehren der Heiligen Petrus und Paulus, Sebastian und Katharina geweiht. Von diesem spätgotischen Bau sind heute noch die Spitzbogenöffnung in der Kapelle, der spätgotische Taufstein mit Lilienornament am Kessel, die Sakramentsnische mit schmiedeisernem Gitter vorhanden. Das Deckengemälde zeigt die Niederkunft Christi und stammt von Barockmaler Andreas Brugger aus Kressbronn aus dem Jahre 1780 wurde später übermalt und 1965/66 beim Kirchenneubau wieder freigelegt. 1844 wurde die alte Kirche um 27 Fuß zur Westseite hin verlängert. 1887 wurde der Turm erhöht und mit 4 Seitentürmchen versehen. Der Helm mit Blech statt mit Schindeln bedeckt.

1522 wurde in Lindau zum ersten Mal evangelisch gepredigt, was bedeutete, daß die Untertanen des Spitals, so auch Laimnau, 1534 zum neuen evangelischen Glauben übertraten was dem damaligen Graf Montfort gar nicht passte. Er ließ den durch Hochwasser weggerissenen Argensteg beim Ortsausgang Laimnau nicht wieder aufbauen, damit die Leute von Apflau, Unterwolfertsweiler und Gießen den evangelischen Gottesdienst in Laimnau nicht besuchen konnten. Auf Einwand und Bitten des Grafen Montfort beim Kaiser wurde Laimnau 1585 wieder katholisch, mit der Bedingung, daß die Laimnauer ihren Pfarrer selbst auswählen durften, da sie mit dem alten „Meßpfaffen“ nicht zufrieden waren. Aus dieser Zeit durfte unser heutiger Kirchturm stammen, da dieser einem evangelischen Stil entspricht.

1876 vermachte der Privatier Johann Baptist Günthör aus Laimnau seinen ganzen Besitz mit Gebäuden, Grundstücken und enormem Barvermögen der Pfarrgemeinde Laimnau. Mit seinem Vermögen konnten mehrere Stipendien an einheimische Theologiestudenten vergeben werden. Auch wurde mit seiner Hilfe die Schulspeisung in den Hungerjahren eingeführt.

Nun zur Kirchengeschichte aus neuerer Zeit. Im Jahre 1965 erfolgte der Neubau des Kirchenschiffes.
1981 brannte das aus der „Günthör’schen Stiftung“ stammende Elternhaus von Johann Baptist Günthör ab.
1987 wurde am gleichen Platz das heutige Gemeindehaus errichtet.
Seit 1998 gehört die Pfarrgemeinde Laimnau einem Pfarrverband mit insgesamt 8 Pfarreien an, der Seelsorgeeinheit Argental.

[Text aus der Kirchenchronik entnommen]

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