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Neukirch

Kirchenmusik

Der Chor von Neukirch

Regelm√§√üig findet die musikalische Gestaltung der Gottesdienste und kirchlichen Feste durch den Neukircher Chor TonArt Neukirch eV statt. Da dieser Chor √ľber eine eigene Homapage verf√ľgt, verweisen wir hier auf diesen Link und w√ľnschen viel Spa√ü bei dem Besuch dieser Homepage.

www.tonartneukirch.de

Die Orgel von Neukirch

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Die Orgel der Pfarrkirche von Neukirch wurde am 25. Juli 1999 mit einem Festgottesdienst¬† eingeweiht. Der Zelebrant des Festgottesdienstes war Pfarrer Joachim Guntram (Freudenstadt), der Konzelebrant war Pfarrer Bernhard Wolber (Neukirch). Die musikalische Gestaltung erfolgte durch den Jugendchor Neukirch und der Leitung von Peter Gau√ü, einem Bl√§√üer-Ensemble unter der Leitung von Anton Bichlmeier und an der Orgel Johannes Mayr (Bad Wurzach). Noch am selben Abend fand ein Orgelkonzert in der Pfarrkirche¬†in Neukirch¬†statt, in der klassische Orgelst√ľcke durch den Orgelsachverst√§ndigen der Di√∂zese Rottenburg-Stuttgart, Herrn Johannes Mayr, gespielt wurden. Gebaut wurde die Orgel im nur wenige Kilometer entfernten Hergensweiler (Landkreis Lindau) von der Firma Josef Maier.

Disposition der Orgel

Dispositionsentwurf und Beratung: Johannes Mayr, bischöflicher Orgelsachverständiger, Bad Wurzach

Erbauer: Josef Maier, Orgelbau, Hergensweiler

Charakteristik der Neukircher Maier-Orgel

Die Disposition der Neukircher Orgel ist so angelegt, dass die wichtigsten Registerfamilien der klassischen Orgel vorhanden sind:

Prinzipale, einschließlich der italiensichen Voce umana

Fl√∂ten, in offener, halboffener, gedeckter und √ľberblasender Bauform

Streicher, auch in Echoform

Zungen, davon ein Register voll ausgebaut und in voller Länge, eines in der Form und im Klang changierend

 

Neben den √ľblichen Koppeln („Normalkoppeln“) gibt es eine Suboktavkoppel 16¬īII/I. Sie erm√∂glicht dem Organisten Register des Schwellwerks an das Hauptwerk so anzukoppeln, dass sie auf dem I. Manual angespielt, eine Oktave tiefer erklingen. Dies ist bedeutsam bei Generalbassspiel, um die Wirkung eines Kontrabasses zu erreichen oder um neue Klangwirkungen und Kombinationen zu erzeugen. Das Schwellwerk enth√§llt keine Klangkrone (z.B. Zimbel). Die Trompete 8¬īkann entweder f√ľr das Hauptwerk oder f√ľr das Pedal gezogen werden. Damit z√§hlt sie in der Gesamtzahl der Register nur einmal.

Die Neukircher „K√∂nigin der Instrumente“ erlaubt meditatives Spiel in vielen Farben und brausende, festliche Kl√§nge – M√∂glichkeiten, die man bei der relativ geringen Anzahl der Register zun√§chst nicht vermutet. Durch geschickte Verteilung auf den Werken, k√∂nnen die vorhandenen Register vielf√§ltig genutzt werden. Einen Tremulanten gibt es wegen¬† der vorhandenen „schwebenden“ Register nicht.

Der Prospekt des Orgel ist geschickt in den Raum eingepasst. Eine Besonderheit ist die exakte Symmetrie des Prospektes. Dies r√ľhrt daher, dass das Register „Voce umana“ baugleich mit dem Prinzipal ist. Im unteren Mittelfeld stehen Pfeifen des Prinzipal 8¬ī und im oberen Mittelfeld, vor dem Schwellwerk, Pfeifen des Registers „Voce umana“. Vorteil: So k√∂nnen alle Pfeiffen des Schwellwerks im Kasten stehen.

Die Registerz√ľge sind in je zwei Staffeln im Spielschrank √ľbersichtlich angeordnet. Die Tritte f√ľr die Pedal-Koppeln sind wechselwirkend – d.h. als Registerz√ľge und sogenannte Marcussen-Tritte ausgef√ľhrt. Das sonst √ľbliche Einh√§ngen des Koppeltrittes entf√§llt somit. Auf ein Koppelmanual als III. Manual wurde bewusst verzichtet. So bleiben die Wege f√ľr den Organisten beim Manualwechsel angenehm kurz.

Stilistisch vereinigt das Werk mehrere Elemente in sich:

– fr√ľhes 19. Jahrhundert: breit gef√§chertes Angebot an 8¬īRegistern in den Manualen

– Keine Terzen: Hinweis auf gleichstufige Stimmung des Instruments

РItalien: Die Bauweise der Prinzipale, der Mixtur und der Voce humana weißen auf Italien hin.

– Frankreich: Die Koppelanlage und Register Basson – Oboe, sowie in Intonation erinnern an Instrumente der Gebr√ľder Callinet im Elsa√ü.

Verfasser Uwe Gebert

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