Obereisenbach

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Obereisenbach

Pfarreigeschichte

 Die Pfarrei Obereisenbach

„Es liegt in einem moorigen Talwinkel zwischen zwei früheren Seen, etwas abgeschieden, von Wäldern umgeben, aber nicht reizlos, sondern idyllisch einsam.“

So wurde Obereisenbach in der Oberamtsbeschreibung von Tettnang 1915 beschrieben.

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort „Isenbach“ in einer weißenauischen Urkunde aus dem Jahr 1172. Die Silben „isen“ kommen aus der keltischen Sprache der vorchristlichen Zeit und meinen immer Sumpf- oder Moorwasser. Isenbach war demnach ein Ort am Sumpfbach. Eisen sucht man in Obereisenbach deshalb vergeblich.

Im Jahre 1227 hat Ritter Heinrich von Ravensburg aus dem Geschlecht der Summerauer, Beamter des kaiserlichen Hofes, die Kirche und die Pfarrei gestiftet und im Jahr 1257 das Dorf mit seinem Besitz dem Kloster Weißenau geschenkt.

Bis 1349 wurde Obereisenbach durch Diözesangeistliche der damaligen Diözese Konstanz betreut, danach bis zum Jahr 1803 durch Patres von Weißenau.

„Nach mündlicher Überlieferung kamen die Patres mit dem Pferd nach Obereisenbach bis zum Weiher beim Hof Kiechle. Ein Wuhr über den Weiher zum Dorf Obereisenbach wurde erst 1807 aufgeschüttet. Am Weiher war eine Hütte, in welcher der Ordensmann sein Reitpferd unterstellen konnte. Er wurde vom Mesner gegen Entgelt mit einem Nachen über den Weiher gefahren.“

Zur Pfarrei Obereisenbach gehörten ursprünglich nur die Parzellen Enzisweiler, Scheiben, Untereisenbach und Obereisenbach, Vorderreute und ein Hof in Hinterreute. Im Zuge der Neubildung von bürgerlichen Gemeinden infolge der politischen Umwälzungen der napoleonischen Zeit wurde auch eine kirchliche Flurbereinigung notwendig. 1812 musste Obereisenbach Vorderreute und den Hof in Hinterreute an Krumbach abtreten, bekam dafür aber von der Pfarrei Tettnang die Teilorte Herrgottsweiler, Siggenweiler, Knellesberg und Mehrenberg, von der Pfarrei Eschach Hübschenberg und Schübel, von Bodnegg Wiedenbach und von Tannau Herishäusern. Biggenmoos, das eine Zwitterstellung innehatte – ein Vergleich aus dem Jahr 1490 bestimmte, dass die Leute (und der Zehnte) das eine Jahr nach Obereisenbach, das andere Jahr nach Tannau  zur Kirche gehen sollten – wurde Tannau zugeteilt.

Quellennachweis: Orts- und Pfarreigeschichte von Krumbach und Obereisenbach, Pfarrer i. R. Theodor Weber, 1992, Verlag Lorenz Senn, Tettnang

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