Seelsorgeeinheit Argental

Seelsorgeeinheit Argental

Karte der Seelsorgeeinheit Argental St. Martin Goppertsweiler
Goppertsweiler
St. Dionysius Hiltensweiler
Hiltensweiler
St. Georg Krumbach St. Peter und Paul Laimnau St. Maria Rosenkranzkönigin Neukirch St. Margaretha Obereisenbach St. Martin Tannau St. Georg Wildpoltsweiler

SE Argental

Bericht – Frauenwallfahrt nach Speiden am 08.09. und 11.09.2018

Text: Roswitha Bentele                

 

 

Gruppenbilder Dienstag und Samstag

Bei spĂ€tsommerlichen Wetter machten sich 102 Frauen zusammen mit Pfarrer Hangst und der Busfahrerin Sabine an einem Samstag und Dienstag im September zur 18. eintĂ€gigen Frauenwallfahrt auf den Weg Richtung OstallgĂ€u zum ersten Tagesziel; die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Speiden, nordwestlich von FĂŒssen. Vorbei an sattgrĂŒner Wiesenlandschaft und mit Blick in die AllgĂ€uer Berge genossen wir an diesem Tag eine schöne Busfahrt. „Schön, dass sie sich freigenommen oder dass sie freibekamen um diesen Tag zu genießen“ freute sich Pfarrer Hangst. „Wir waren eingeladen als Pilger unterwegs zu sein, zu rasten, innezuhalten, Kraft zu schöpfen, ohne Hetze unterwegs zu sein.“ Der Tag begann mit einem Morgenimpuls und Segen fĂŒr den Tag. Unterwegs beteten wir den lichtreichen Rosenkranz. Zu den einzelnen RosenkranzgesĂ€tzen gab uns Pfarrer Hangst Impulse, bei denen wir ĂŒber unseren Glauben nachdenken konnten. An einer RaststĂ€tte in Rosshaupten genossen wir bei guten GesprĂ€chen das von Frau Nerz und Frau MĂŒhlebach vorbereitete FrĂŒhstĂŒck.

In Speiden angekommen, begrĂŒĂŸte uns die Mesnerin zur KirchenfĂŒhrung. Sie erklĂ€rte uns die Entstehungsgeschichte dieses Wallfahrtsorts und erzĂ€hlte uns von einem ihrer Kinder, das schwer krank war. Die Gebete von ihr und ihrer Familie wurden von Maria erhört und ihr Kind wurde wieder gesund. Der Ursprung der Wallfahrt geht auf eine Begebenheit aus dem DreißigjĂ€hrigen Krieg zurĂŒck. Christian Steinacher, Bewirtschafter der hohenfreibergischen Sölde in Speiden, erfuhr nach dem Pesttod seiner drei Reiter, die er bis sich beherbergte, dass diese öfter aus Barmherzigkeit seiner hungernden Tochter ein StĂŒck Brot gegeben hatten. Dann stellte er an das Grab der Soldaten einen Bildstock der Gottesmutter als Helferin in der Not auf. Kurze Zeit darauf, 1635/36 erbaute er an der gleichen Stelle eine Kapelle. Bereits beim Bau der Kapelle ereignete sich die erste Gebetserhörung. In den folgenden 20 Jahren sind 156 Wunder aufgezeichnet. Bis heute werden viele Gebetserhörungen und Heilungen bezeugt. Da die Gnadenkapelle schnell zu klein war, wurde 1644 nebenan mit dem Bau der Wallfahrtskirche begonnen. Mehrere Umbauten und Sanierungen bis 1783 formten die Optik, die 1966 – 69 wiederhergestellt wurde, der heute so bekannten Maria-Hilfer Wallfahrtskirche im Rokokostil. Das Gnadenbild der Mutter Gottes, dass wohl bereits aus dem Jahr 1520 stammt, steht seit der Renovierung 1966 wieder in der Kapelle.

Dann feierten wir Eucharistie. Dabei stand Maria die Helferin der Christen im Mittelpunkt. Dazu beteten wir auch das Gebet zur Gnadenmutter: „Alles möchte ich Dir erzĂ€hlen, alle Sorgen, die mich quĂ€len, alle Zweifel, alle Fragen, möchte ich Mutter, zu dir tragen.“ In diesem Sinne gehen auch heute viele junge und alte Menschen an Wallfahrtsorte. Dies verdeutlichte Pfarrer Hangst im ersten Teil seiner Predigt am Beispiel seiner Nachbarkinder, die nach ihrer Mutter rufen, wenn sie sie lĂ€nger nicht mehr gesehen haben, weil sie beim Spielen vertieft waren oder weil sie Trost brauchen. „Mama wo bist Du? Genauso hilft Maria. So dĂŒrfen wir heute Marienverehrung verstehen. Wenn wir uns „Sorgen und Ängste plagen, wir mĂŒde und ausgebrannt sind, dĂŒrfen wir Maria anrufen. Im zweiten Teil seiner Predigt ging Pfarrer Hangst der Frage nach „Wie gut, dass es Maria gibt“ eine Überschrift eines Artikels in der SĂŒddeutschen Zeitung im Mai diesen Jahres. Ein erster Grund war „Maria weiß Bescheid, wie das Leben geht“, ein zweiter Grund „Maria ist kritisch.“ Dabei schlug er einen Bogen zum gehörten Evangelium welches auch das Magnifikat Mariens beinhaltet. In diesem spricht Maria sozialkritische Themen an. Ein dritter und letzter Punkt: „Maria harrt aus auch in schwierigen Situationen im Nachdenken, bewahrt Dinge im Herzen und lĂ€uft nicht davon. „Diese Eigenschaften können wir uns zu nutzte machen. Drei GrĂŒnde, die Maria sympathisch macht und uns technisch orientierten Menschen Wegweiser ist.

In Hopferau durften wir ein gutes Mittagessen im Gasthaus Hirsch genießen. Dann fuhren wir zum Hopfensee. Dort machten wir kurze Rast bei Eis oder Spaziergang am Hopfensee. Unser nĂ€chstes Ziel war FĂŒssen. Dort hatten wir mehrere Angebote zur Auswahl:  StadtfĂŒhrung, Wanderung zum Lechfall und Besuch des Sinnesgarten oder einfach nur einen Stadtbummel. GestĂ€rkt an Leib und Seele machten wir uns am frĂŒhen Abend auf den Heimweg. Herzlichen Dank an Pfarrer Hangst fĂŒr die Vorbereitung und Begleitung der Wallfahrt, unserer Busfahrerin fĂŒr die sichere Fahrt durch den Tag und unserem FrĂŒhstĂŒcksteam.

Büro der Seelsorgeeinheit | Pfarrbüro Laimnau | Pfarrbüro Neukirch | Impressum